Inhalt des Antrag auf Entlassung für Beamte
In diesem Beitrag klären wir, welchen Inhalt der Antrag auf Entlassung bei Beamten und Beamtinnen haben sollte. Denn um die gesetzlichen Bestimmungen des § 33 BBG i.V.m. § 23 I Nr. 4 BeamStG zu erfüllen, würde theoretisch auch ein Zweizeiler auf einem Stück Papier genügen. Das wäre in der Praxis allerdings kurz gegriffen und als Antragsteller würde man damit in einige Fallstricke laufen.
Ein Beamter, der um Entlassung aus dem Beamtenverhältnis bittet, muss in seinem Antrag bestimmte Inhalte berücksichtigen, damit dieser
a) formal korrekt ist,
b) die Details enthält, die für den Beamten/die Beamtin selbst und für den weiteren Ablauf wichtig sind,
c) und um anschließend zügig vom Dienstherrn bearbeitet werden zu können.
1. Persönliche Angaben
- Vollständiger Name
- Dienstgrad oder Amtsbezeichnung (z. B. Regierungsinspektor)
- Dienststelle bzw. Behörde, in der du tätig bist
- Personalnummer (falls zutreffend)
- Datum des Antrags auf Entlassung
2. Betreff des Schreibens
- Kurz und präzise formulieren, z. B. „Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.“
- Dieser Betreff signalisiert direkt den Anlass des Schreibens und verhindert Missverständnisse.
- Man kann noch hinzufügen: „auf eigenen Wunsch“.
3. Begründung für die Entlassung
- Obwohl eine Begründung als Inhalt des Antrags auf Entlassung nicht zwingend vorgeschrieben ist, wird sie oft skizzenhaft in den Antrag mit hineingeschrieben. Hier sollte man sich kurz fassen, wenn man es überhaupt aufnimmt. Eine Begründung ist grundsätzlich weder notwendig noch gesetzlich vorgeschrieben.
- Eine freiwillige Angabe möglicher Gründe könnte z. B. sein:
- Berufliche Neuorientierung
- Familiäre Gründe
- Gesundheitliche Gründe
- Der Wunsch nach einer Tätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes
- usw.
Möchte man so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten, lässt man die Begründung weg.
Für alle, die ihren Antrag bereits in der Schublade liegen haben, sich aber noch nicht sicher sind, an alles Wichtige gedacht zu haben – auch abseits des rein formalen Antrags – haben wir unsere Checkliste entwickelt:
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4. Gewünschtes Entlassungsdatum
- Gib ein konkretes Datum an, zu dem die Entlassung wirksam werden soll. Beachte dabei auch mögliche Termine für turnusmäßige Neueinstellungen, so dass für dich schnellstmöglich Ersatz bereitstehen kann. So kommst du deinem Dienstherrn entgegen und signalisiert, dass du ein Interesse daran hast, dass der Übergang im Guten vonstattengeht.
- Es gibt für Beamtinnen und Beamte keine Kündigungsfrist. Jedoch kann bei Vorliegen wichtiger Gründe die Entlassung durch den Dienstherrn hinausgeschoben oder verzögert werden, vgl. § 33 Abs. 2 BBG.
- Das gewünschte Entlassungsdatum sollte auch berücksichtigen, dass eventuell noch offene Arbeitsvorgänge oder Übertragungen von Verantwortlichkeiten abgeschlossen werden können. Auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter in das eigene Aufgabengebiet kann bei der Wahl des Entlassungsdatums beachtet werden, muss es aber nicht.
Praxis-Tipp: Zeige, dass dir der geordnete Ablauf der Entlassung wichtig ist und du nicht in einer „nach mir die Sintflut“-Manier die Behörde verlässt. Überlege dir, wie viel Vorlaufzeit deine Behörde benötigt, um deinen Weggang zu planen, und suche rechtzeitig das Gespräch mit deiner Behördenleitung. In unserem Ratgeber & Leitfaden findest du hierzu weitere Aspekte, die du beachten solltest, und auch, in welcher Reihenfolge du am besten vorgehst. Denn nicht jeder in der Behörde sollte von Anfang an alles wissen.
5. Hinweis auf Rückgabe von Arbeitsmaterialien und Dienstausweis
- Optional kannst du hinzufügen, dass du alle dienstlichen Materialien, Schlüssel und den Dienstausweis bis zum Entlassungsdatum zurückgeben wirst.
- Dieser Punkt zeigt deine Bereitschaft, das Beamtenverhältnis ordnungsgemäß beenden zu wollen, und kann Unklarheiten beim Abgabeprozess vorbeugen.
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Hinweis: Ersetzt keine Rechtsberatung.
6. Dienst- & Arbeitszeugnis anfordern
- In deinem Antrag auf Entlassung solltest du auch um die Ausstellung eines qualifizierten Dienstzeugnisses bitten.
Weiterlesen: „Dienstzeugnis für Beamte: So bekommst du ein qualifiziertes Zeugnis bei der Entlassung„
7. Eigenhändige Unterschrift
- Der Antrag auf Entlassung muss in der Regel handschriftlich unterzeichnet werden, um wirksam zu sein.
- Stelle sicher, dass alle Seiten des Antrags ggf. zusätzlich paraphiert sind.
8. Kontaktmöglichkeit für Rückfragen
- Optional kannst du eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben, unter der man dich erreichen kann, falls Fragen zum Entlassungsverfahren oder zu offenen Punkten bestehen.
Ein gut strukturierter Antrag mit diesen Inhalten stellt sicher, dass die Entlassung reibungslos abgewickelt werden kann und alle notwendigen Informationen für die Bearbeitung bereitstehen.
9. Den Original-Musterantrag, den wir genutzt haben, als PDF erhalten
Den Original-Antrag, den wir selbst genutzt haben, stellen wir dir kostenfrei als Vorlage zur Verfügung:

MUSTER
Antrag auf Entlassung
- Vornamen & E-Mail-Adresse eintragen & bestätigen
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➡️ Jetzt weiterlesen: Was Beamte auf Lebenszeit vor deiner Kündigung wissen sollten: Die Folgen, Fakten & Konsequenzen.
Unser persönlicher Rat zum Inhalt des Antrags auf Entlassung
Wenn du den Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis stellen möchtest, wird dies wichtige Gründe haben. Allerdings solltest du diese nicht zwingend in den Antrag auf Entlassung hineinschreiben.
Bedenke: Alles, was Schwarz auf Weiß geschrieben steht, ist nicht mehr so leicht aus der Welt zu schaffen.
Auch, wenn du mit deiner Tätigkeit und den Umständen vor Ort vollständig abgeschlossen hast und am liebsten deinen Frust zu Papier bringen möchtest: Dies ist nicht Inhalt oder Sinn des förmlichen Antrags auf Entlassung.
Hebe dir dies für das Feedback-Gespräch mit deinem/deiner Vorgesetzten auf, sollte es wirklich notwendig sein.
Gerne informieren wir dich vorab auch zum Inhalt des Antrags auf Entlassung und dazu, wie du in deiner persönlichen Situation vorgehen kannst, und klären gemeinsam mögliche Unklarheiten zum Ablauf, zu Formalitäten und Vorgehensweisen:
Persönliches
Info-Gespräch
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